Umgang mit Verlustangst

Jede Form von Angst, die wir spüren, ist Angst, etwas zu verlieren! Glauben Sie das? Ich bin davon überzeugt!


Wann verspürten Sie das letzte Mal Angst: Als Flugzeuge die beiden WTC-Türme in New York zum Einsturz brachten? Während der globalen Finanzkrise? Im Zuge des Klimawandels? Während der COVID-Pandemie? Als der Krieg in der Ukraine ausbrach? Oder waren es Ereignisse, von denen Sie persönlich betroffen waren? Haben Sie sich Gedanken darüber gemacht, was genau diese Angst damals bei Ihnen ausgelöst hat?


Angst bezieht sich stets auf etwas, was mit der Zukunft zu tun hat und darauf, dass wir etwas verlieren. Wenn sich ein Drama ereignet - oder wir befürchten, dass es sich ereignen könnte - dann wird alles, was wir glauben sicher zu wissen über uns und unser Umfeld, augenblicklich einer Prüfung unterzogen. Da dies unwillkürlich geschieht und unsere Angst aus dem Unterbewusstsein kommt, können wir nicht direkt Einfluss darauf nehmen. Das Gehirn versteht nicht, ob etwas Schlimmes tatsächlich unmittelbar bevorsteht oder wir nur befürchten, dass es passieren könnte. Die Auswirkung auf unsere Emotionswelt ist dieselbe. Es ist daher nicht sinnvoll zu werten, wessen Angst berechtigter, akuter oder schwerwiegender ist als die von jemand anderem. Auch gut gemeinte Ratschläge sind fehl am Platz. Verlustangst überkommt uns manchmal schleichend und beeinflusst jeden Moment des Tages und der Nacht. In diesen Augenblicken fühlen wir uns verletzlich, handlungsunfähig, ausgeliefert. Positive Gefühle und Emotionen wie Unbeschwertheit und Freude werden ausgelöscht und verunmöglicht.


Was fürchten Sie am meisten zu verlieren? Geliebte Menschen? Beziehungen oder Status? Ihre Gesundheit oder Selbständigkeit? Ihr Gedächtnis, Ihre Sinneswahrnehmungen oder die Orientierung? Besitztümer? Ihre Freiheit? Ihren Job? Die Kontrolle? Und wodurch liesse sich das Unersetzbare «ersetzen»? Wie würden Sie sicherstellen, dass Sie Ihren Optimismus und Ihre Energie weiterzumachen behalten?


Angst davor, dass etwas Schlimmes passiert, ist immer auch Angst davor, einen Teil von uns selbst zu verlieren. Darum müssen wir dieser Verlustangst etwas Positives und Kraftvolles entgegensetzen.


Wir können unsere Angst nur versuchen zu bändigen mit gezielter hypnosystemischer Methode, behutsam und radikal, ressourcenbezogen und zielgerichtet, mutig und zuversichtlich, mit starkem Willen und Selbstvertrauen. Wenn Sie sich darauf einlassen, ist die Chance gross, dass es funktioniert. Lassen Sie sich nicht lähmen und auf Ihrem Lebensweg und behindern durch Angst vor etwas, das in jedem Fall unvermeidlich ist oder vielleicht gar nicht eintritt. Machen Sie den ersten Schritt und sprechen Sie darüber mit mir. Denn Ihre Zukunft kann angstfrei werden!


Ihre Tatjana Gaspar


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Es gibt Gefühle, die uns inspirieren, motivieren und verbinden. Und es gibt Gefühle, die uns trennen, belasten und im schlimmsten Fall vergiften – subtil, aber wirkungsvoll. Zu diesen gehören Neid, Missgunst, Eifersucht und Schadenfreude. Begriffe, die oft synonym verwendet werden, in Wahrheit aber unterschiedliche Schattierungen derselben Grundhaltung widerspiegeln: dem Vergleich mit anderen Menschen und der Angst, selbst zu kurz zu kommen. Die feinen Unterschiede Neid bedeutet, dass man sich wünscht, das zu haben, was ein anderer besitzt – sei es Erfolg, Schönheit, Geld, Anerkennung, Freiheit oder Liebe. Der Neider empfindet einen Mangel im eigenen Leben, wenn er auf die Fülle des anderen schaut. Missgunst geht noch einen Schritt weiter: Hier genügt es nicht, dass man selbst das Fehlende haben möchte. Man möchte, dass der andere es nicht mehr hat. Missgunst zielt darauf ab, das Glück des anderen zu schmälern, anstatt das eigene Glück zu vergrößern. Eifersucht ist verwandt, hat aber eine besondere Färbung: Sie dreht sich meist um Beziehungen. Eifersüchtige fürchten, etwas Wertvolles – meist die Liebe oder Aufmerksamkeit eines Menschen – an jemand anderen zu verlieren. Sie erleben weniger ein Haben-Wollen als ein Nicht-Verlieren-Dürfen. Die Idee, dass Liebe oder Aufmerksamkeit geteilt werden kann verstehen sie nur schwer. Schadenfreude ist die dunkle Lust am Unglück des anderen. Sie tritt auf, wenn jemand scheitert, stürzt oder bloßgestellt wird und man dabei Genugtuung empfindet, weil der vermeintliche Abstand zwischen "ihm da oben" und "mir hier unten" plötzlich kleiner wird. Überspielen bis zum Abwinken Spannend ist: Viele Menschen sind sich bewusst, dass Neid, Missgunst oder Schadenfreude negativ wirken. Deshalb versuchen sie, diese Emotionen zu kaschieren mit übertriebener Freundlichkeit, mit ironischen Bemerkungen oder indem sie demonstrativ schweigen. Im Kern steckt dahinter die Angst, schwach, klein oder unaufrichtig zu wirken. Doch dieses Überspielen verleiht keine Souveränität und verändert nichts am Seelenzustand. Es lindert nicht, sondern verstärkt den inneren Konflikt: Mit dem Gefühl, nicht ehrlich zu sich selbst und anderen zu sein fügt man der eigenen Seele am meisten Schaden zu. Kurzfristig mag es soziale Harmonie sichern, langfristig untergräbt es Beziehungen und das eigene Selbstwertgefühl. Man ist gefangen in einer Negativspirale, aus der man kaum herauskommt. Spieglein Spieglein an der Wand Wer stark von diesen Emotionen geprägt ist, lebt in einem inneren Mangelzustand. Typischerweise sind dies Menschen, die ihren eigenen Wert über äußere Vergleiche definieren. Sie fragen sich unbewusst: Bin ich genug? – und finden die Antwort nicht in sich selbst, sondern im Spiegelbild der anderen, ähnlich wie die böse Königin bei Schneewittchen. Die Wurzeln reichen tief: Psychologisch betrachtet deuten Neid, Missgunst und Eifersucht auf grosse Unsicherheit, geringen Selbstwert oder ein tief verankertes Gefühl von Ungerechtigkeit hin. Sie sind Ausdruck eines ungelösten Konflikts mit sich selbst. Biologisch betrachtet sind es Überlebensstrategien. Schon in frühen Gesellschaften galt: Wer weniger Ressourcen hat als der andere, könnte zurückfallen. Neid und Eifersucht waren Signale, dass man wachsam bleiben sollte. Sozial werden diese Gefühle durch Vergleiche verstärkt, heute mehr denn je. Social Media macht uns rund um die Uhr sichtbar. Für zutiefst unsichere, unerfüllte Menschen wirkt das Leben der anderen stets glänzender als das eigene. Von Neid zu Missgunst zu Hasskommentaren auf Social Media sind es dann nur wenige Schritte. Individuell entstehen solche Gefühle aus Erfahrungen in der Kindheit oder Jugend. Wer gelernt hat, Liebe oder Anerkennung seien knapp – entweder durch Verlust oder durch Bloßstellung - entwickelt leicht das Gefühl, immer zu kurz zu kommen. Welche Wirkung kann man erwarten? Auf den ersten Blick mag Neid eine treibende Kraft sein, ein Motor dafür, mehr erreichen zu wollen. Doch langfristig sind all diese Emotionen äusserst anstrengend für einen selbst und wirken sich destruktiv aus: Sie vergiften Beziehungen oder verhindern, dass man welche aufbaut, weil man anderen nichts gönnt. Sie sind förderlich dafür, dass man sich in eine systematisch ausgespielte Opferrolle hinein entwickelt. Sie blockieren unsere Kreativität, weil unser Blick ständig nach außen gerichtet ist. Sie verhindern Dankbarkeit und damit Zufriedenheit und Gelassenheit. Sie halten uns davon ab, unser eigenes Potenzial zu entfalten, weil wir in der selbstgestrickten Konkurrenzspirale gefangen sind. Die Unfähigkeit, das eigene Verhalten zu reflektieren führt dazu, dass man oft kontraproduktive Entscheidungen für sich trifft, was die Unzufriedenheit noch steigert. Statt die eigene innere Stimme zu hören, vergleichen wir uns dauernd und verlieren dabei unsere Einzigartigkeit. Was setzen wir dem entgegen? Ganz beseitigen lassen sich diese Emotionen wohl nicht. Sie gehören zum Menschsein. Ihrem kalten Gift können wir aber Wärme, Mitgefühl, Dankbarkeit, Selbstliebe und Großzügigkeit entgegensetzen. Es braucht dazu die Fähigkeit, etwas zu gönnen; den Willen, ständige Vergleiche aus dem Repertoire zu streichen; Vertrauen in sich selbst und in andere aufzubauen; aber vor allem Mut, eigene Ziele zu definieren. Das erreicht man nicht einfach so. Es gehört dazu, es ehrlich zu wollen, bewusst zu entscheiden und sich mit aller Kraft und Überzeugung in den Prozess der Verhaltensänderung einzulassen – wohlwissend, dass es ein Marathon und kein Sprint wird. Am Ende geht es darum, Verantwortung für das eigene Innenleben zu übernehmen. Denn solange wir im Bann solcher Emotionen leben, bleiben wir Gefangene unserer eigenen Frustrationen. Erst wenn wir erkennen: Ich bin genug – so wie ich bin, mit meinen Stärken und Schwächen, befreien wir uns aus diesem Käfig.
von Tatjana Gaspar 20. Juli 2025
Wenn wir das Wort Champion hören, denken viele von uns sofort an Olympia-Athlet:innen, Goldmedaillen oder Standing Ovations. In unserer Gesellschaft wird Champion-Sein oft gleichgesetzt mit: der oder die Beste sein, Nummer Eins sein, gewinnen um jeden Preis. Doch was, wenn wir das völlig falsch verstehen? Was, wenn die Haltung eines Champions gar nichts mit Siegertreppchen zu tun hat, sondern vielmehr mit dem Mut, den eigenen Weg zu gehen, den persönlichen Erfolg selbst zu definieren und sich unabhängig von der Meinung anderer treu zu bleiben? Genau darum geht es mir hier: Nicht um Glanz und Ruhm, sondern darum, innerlich gefestigt und authentisch zu leben und zu handeln; die Einstellung und Haltung zu haben, die es einem ermöglicht, über sich hinauszuwachsen. Champions werden nicht geboren – sie werden geformt Die Haltung eines Champions - die Franzosen haben fairerweise die weibliche Form Championne kreiert - ist keine exklusive Eigenschaft für Spitzenleistungssportler:innen. Sie steht jedem Menschen offen, der sich entscheidet, sie zu kultivieren: Lehrer:innen, Unternehmer:innen, Künstler:innen, Eltern, Aktivist:innen, Gestalter:innen. Du brauchst keine Medaille, um ein Champion zu sein. Was du brauchst, ist Überzeugung und Willen. Das Mindset eines echten Champions zu haben heisst, zutiefst zu glauben, dass es vollkommen in Ordnung ist – ja sogar notwendig – die eigenen Träume und Ziele in deinem individuellen Tempo und auf deine eigene Art zu verfolgen. Das steht im starken Kontrast zu unserer beschleunigten Leistungskultur, in der „schneller, höher, weiter“ zum Maßstab gemacht wird. Doch ein Champion weiß: Entwicklung braucht Zeit. Visionen brauchen Raum. Wege sind selten gerade. Bedingungen sind nicht immer ideal. Und die Meinung anderer? Ist nicht dein Kompass – deine Werte sind es! Es geht um Resilienz, nicht nur um Resultate Ein zentrales Element der Siegermentalität ist Resilienz im Umgang mit Rückschlägen. Champions vermeiden Misserfolge nicht – sie integrieren sie. Sie ignorieren Schmerz nicht – sie lernen daraus. Stell dir vor, die Nummer 1 im Welttennis war einst die Nummer 1000. Und lange davor die Nummer 5000. Er oder sie hat Jahre gebraucht, um die Nummer 1 zu werden. Würden wir anders über sie denken, wenn sie die Nummer 11 oder 37 oder 125 geblieben wären? Wir würden immer noch denken, dass sie die Mentalität von Champions haben. Denn es ist der Wille, der in unseren Augen den Unterschied macht. Die meisten von uns werden niemals etwas erreichen, das diesem Resultat nahekommt. Aber wir können dafür etwas anderes erreichen, was wir uns vornehmen. Was uns dabei als Inspiration dienen kann, sind ihre Einstellung, ihr Mut und ihr Durchhaltevermögen. Ein Leben mit der Einstellugn eines Champions bedeutet, dass du dir erlaubst, Fehler zu machen, ohne dich selbst dafür zu schämen. Es bedeutet, Momente von Verlust oder Zweifel nicht als Scheitern zu werten, sondern als Chancen und Wachstumsschritte auf deinem Weg der Weiterentwicklung. Oft ist das Mutigste, was ein Mensch tun kann, einfach weiterzumachen, auch wenn niemand applaudiert. Genau das ist Siegermentalität. Dabei bist du nur dir selbst gegenüber Rechenschaft schuldig. Dein Traum, deine Strategie, dein Umfeld Zur Haltung eines Champions gehört auch, das passende Umfeld zu schaffen, das dich trägt und unterstützt, in dem deine Persönlichkeit wachsen und sich entfalten kann, egal wie alt du bist. Champions arbeiten nicht nur hart; sie arbeiten intelligent. Sie stellen sich Fragen wie: • Was brauche ich, um wirklich aufzublühen? • Wer gibt mir Energie und wessen Anwesenheit wirkt sich positiv auf meinen Gemütszustand aus? • Welche Strukturen helfen mir, nachhaltig dranzubleiben? Manchmal bedeutet das, sich vom Perfektionismus zu verabschieden. Oder vom dauernden Hetzen zur fokussierten Tiefenarbeit zu wechseln. Oder sich feste Zeitfenster pro Woche zu reservieren, um an der eigenen Idee zu arbeiten, obschon vielleicht niemand zuschaut oder dich motiviert. Gerade für Selbständige, Kreative und Gründer:innen ist das entscheidend. Ein Startup ist nicht nur ein Geschäftsmodell: Es ist ein Akt des Selbstvertrauens. Sich für die eigene Idee zu entscheiden, auch ohne Garantien, dazu gehört die Einstellung eines Champions. Kleine Schritte, starke Wurzeln Die Haltung eines Champions zu haben ist Teil des Prozesses der Selbstermächtigung. Du stärkst und förderst deine Selbstkompetenz. Das geschieht nicht als radikale Veränderung über Nacht, sondern braucht langfristig Klarheit, Konsistenz und Mut. Es geht darum, kontinuierlich deine Fähigkeiten zu stärken, deinen Weg zu reflektieren und deine Handlungen mit deinem inneren Antrieb in Einklang zu bringen. Du musst nicht die oder der Beste nach absolutem Massstab sein, denn es geht nicht ums Werten und Bewerten, obwohl es grundsätzlich positiv ist, wenn du dir hohe Ziele setzt und hohe Ansprüche an dich hast. Aber wichtiger scheint mir, dass du bereit bist, immer wieder von Neuem loszugehen, ein bisschen weiter sein zu wollen als gestern und im Einklang mit deinem Warum. Ein Champion für andere sein Ein echter Champion steht nicht alleine da und vergisst nie, dass seine Stärke auch anderen dienen kann. Zur Siegermentalität gehört es, für andere da zu sein, sie zu ermutigen und zu stärken, wenn sie es brauchen. Das kann bedeuten, als Mentorin eine jüngere Kollegin zu fördern; jemanden zu bestärken, der an sich zweifelt; oder einfach dem Herzensprojekt eines Freundes mit ehrlicher Offenheit Raum zu geben. Wenn wir uns so für andere Menschen einsetzen, erinnern wir uns auch an unsere eigenen Werte. Wir zeigen, was möglich ist und tragen dazu bei, eine Kultur zu schaffen, in der Wachstum nicht bewertet, sondern gefeiert wird. Manchmal bedeutet Champion-Sein nicht, selbst im Rampenlicht zu stehen, sondern das Licht auf andere zu richten. Und genau dadurch wirst du Teil von etwas Größerem als dein individueller Erfolg: Du wirst Teil einer Bewegung von Menschen, die sich gegenseitig erheben.