Kreuzung oder Wendepunkt -

wo stehen Sie gerade und wie geht es weiter?

Wenn ein wichtiger Entscheid ansteht, haben die meisten von uns die Tendenz, auf unseren Kopf, unser Herz oder unseren Bauch zu hören. Meist überwiegt eine dieser drei Stimmen und bewegt uns in eine bestimmte Richtung. Selten nehmen wir uns die Zeit, alle drei unter Einbezug aller Auswirkungen gegeneinander abzuwägen. Deshalb kommt es immer wieder vor, dass wir nachträglich unsere Entscheide hinterfragen. Aber da es in unserer Natur liegt, solche Zweifel nicht offen zugeben zu wollen, versuchen wir, unsere Entscheide zu rechtfertigen und akzeptieren ungern Kritik.


Von welchem inneren Wegweiser lassen Sie sich an den Kreuzungen und Wendepunkten des Lebens am ehesten Leiten. Gehen Sie vermeintlich rational und logisch vor? Lassen Sie Ihren Emotionen den Vorrang? Oder versuchen Sie zu hören, was Ihnen Ihre Intuition flüstert?


Oft ist unser Vorgehen uns gar nicht wirklich bewusst, sondern basiert auf Gewohnheit und Routine. Vielleicht entspricht es Ihrem Naturell, freie Radikale wie die Sternbilder oder die Zahlenlehre beim Entscheid zu Hilfe zu nehmen. Sie spüren im Nachhinein nur den Grad der Zufriedenheit mit dem eigenen Entscheid und die Hoffnung, dass am Ende alles gut wird. Ich verrate Ihnen etwas:


Etwa 95% unserer Entscheide haben ihren Ursprung in unserem Unterbewusstsein. Kurzfristige Beweggründe mögen eine Rolle spielen beim Timing, aber an der Tatsache ändert das nichts.


In den letzten Jahren war unser Umfeld vielen ungewohnten Strömungen ausgesetzt. Möglich, dass Ihre alte Routine jetzt nicht mehr hilfreich ist. Neue Begebenheiten und ungewisse Zukunftsaussichten erfordern eine Bereitschaft zum Umgestalten unserer Denk- und Vorgehensweise, damit sich daraus wieder echte Chancen entfalten können.


Im systemischen Coaching konzentrieren wir uns auf das Denken in Auswirkungen, um Stimmigkeit zu erlangen und neue Lösungsansätze zu erarbeiten. In diesem Prozess lenke und begleite ich Sie mit Wertschätzung und Motivation. Mit etwas Schon bald können Sie dann den ersten Schritt aus voller Überzeugung und mit neuer Erkenntnis über sich und Ihr Vorhaben machen.


Ihre Tatjana Gaspar

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Es wird oft unterschätzt, dass Freiheit allein uns nicht produktiver macht. Sie macht uns verantwortlicher für unsere innere Führung.
von Tatjana Gaspar • 6. August 2026
Je knapper ein Gut wird, desto wertvoller wird es. Genau dasselbe beobachten wir heute bei den menschlichen Ressourcen.
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von Tatjana Gaspar • 14. Juli 2026
Wer von uns hat nicht schon einmal zu etwas Ja gesagt, obwohl sich innerlich alles dagegen gesträubt hat? Und sich danach über sich selbst geärgert?
von Tatjana Gaspar • 9. Juni 2026
Das halbleere oder halbvolle Glas beschreibt unser Weltbild und unser Mindset. Das Bewusstsein von Mangel oder Fülle geht noch weiter.
von Tatjana Gaspar • 2. Mai 2026
Self Leadership ist ein Wiedererkennungsmerkmal, das eng mit unseren Werten und Überzeugungen verbunden ist.
von Tatjana Gaspar • 5. März 2026
Es gibt diese Phasen im Leben, in denen sich alles leicht und positiv anfühlt. Wir nennen es Optimismus, Zuversicht oder Urvertrauen. Manchmal merken wir dabei nicht, dass wir eine rosa Brille tragen.
von Tatjana Gaspar • 30. November 2025
Jeder Übergang – groß oder klein – profitiert von einem bewussten Abschluss. Dafür brauchst du keine Kerzen, Symbole und Rituale im formalen Sinn, sondern Präsenz.
von Tatjana Gaspar • 27. Oktober 2025
Ablehnung gehört zum Leben wie Luft und Wasser. Obwohl wir wissen, dass es unvermeidbar ist, trifft es uns jedes Mal dort, wo es schmerzt. Aber warum eigentlich?
von Tatjana Gaspar • 28. September 2025
Was, wenn Scheitern kein Feind ist, kein Makel, sondern ein natürlicher Bestandteil des Lebens-Experiments?
von Tatjana Gaspar • 27. August 2025
Es gibt Gefühle, die uns inspirieren, motivieren und verbinden. Und es gibt Gefühle, die uns trennen, belasten und im schlimmsten Fall vergiften – subtil, aber wirkungsvoll. Zu diesen gehören Neid, Missgunst, Eifersucht und Schadenfreude. Begriffe, die oft synonym verwendet werden, in Wahrheit aber unterschiedliche Schattierungen derselben Grundhaltung widerspiegeln: dem Vergleich mit anderen Menschen und der Angst, selbst zu kurz zu kommen. Die feinen Unterschiede Neid bedeutet, dass man sich wünscht, das zu haben, was ein anderer besitzt – sei es Erfolg, Schönheit, Geld, Anerkennung, Freiheit oder Liebe. Der Neider empfindet einen Mangel im eigenen Leben, wenn er auf die Fülle des anderen schaut. Missgunst geht noch einen Schritt weiter: Hier genügt es nicht, dass man selbst das Fehlende haben möchte. Man möchte, dass der andere es nicht mehr hat. Missgunst zielt darauf ab, das Glück des anderen zu schmälern, anstatt das eigene Glück zu vergrößern. Eifersucht ist verwandt, hat aber eine besondere Färbung: Sie dreht sich meist um Beziehungen. Eifersüchtige fürchten, etwas Wertvolles – meist die Liebe oder Aufmerksamkeit eines Menschen – an jemand anderen zu verlieren. Sie erleben weniger ein Haben-Wollen als ein Nicht-Verlieren-Dürfen. Die Idee, dass Liebe oder Aufmerksamkeit geteilt werden kann verstehen sie nur schwer. Schadenfreude ist die dunkle Lust am Unglück des anderen. Sie tritt auf, wenn jemand scheitert, stürzt oder bloßgestellt wird und man dabei Genugtuung empfindet, weil der vermeintliche Abstand zwischen "ihm da oben" und "mir hier unten" plötzlich kleiner wird. Überspielen bis zum Abwinken Spannend ist: Viele Menschen sind sich bewusst, dass Neid, Missgunst oder Schadenfreude negativ wirken. Deshalb versuchen sie, diese Emotionen zu kaschieren mit übertriebener Freundlichkeit, mit ironischen Bemerkungen oder indem sie demonstrativ schweigen. Im Kern steckt dahinter die Angst, schwach, klein oder unaufrichtig zu wirken. Doch dieses Überspielen verleiht keine Souveränität und verändert nichts am Seelenzustand. Es lindert nicht, sondern verstärkt den inneren Konflikt: Mit dem Gefühl, nicht ehrlich zu sich selbst und anderen zu sein fügt man der eigenen Seele am meisten Schaden zu. Kurzfristig mag es soziale Harmonie sichern, langfristig untergräbt es Beziehungen und das eigene Selbstwertgefühl. Man ist gefangen in einer Negativspirale, aus der man kaum herauskommt. Spieglein Spieglein an der Wand Wer stark von diesen Emotionen geprägt ist, lebt in einem inneren Mangelzustand. Typischerweise sind dies Menschen, die ihren eigenen Wert über äußere Vergleiche definieren. Sie fragen sich unbewusst: Bin ich genug? – und finden die Antwort nicht in sich selbst, sondern im Spiegelbild der anderen, ähnlich wie die böse Königin bei Schneewittchen. Die Wurzeln reichen tief: Psychologisch betrachtet deuten Neid, Missgunst und Eifersucht auf grosse Unsicherheit, geringen Selbstwert oder ein tief verankertes Gefühl von Ungerechtigkeit hin. Sie sind Ausdruck eines ungelösten Konflikts mit sich selbst. Biologisch betrachtet sind es Überlebensstrategien. Schon in frühen Gesellschaften galt: Wer weniger Ressourcen hat als der andere, könnte zurückfallen. Neid und Eifersucht waren Signale, dass man wachsam bleiben sollte. Sozial werden diese Gefühle durch Vergleiche verstärkt, heute mehr denn je. Social Media macht uns rund um die Uhr sichtbar. Für zutiefst unsichere, unerfüllte Menschen wirkt das Leben der anderen stets glänzender als das eigene. Von Neid zu Missgunst zu Hasskommentaren auf Social Media sind es dann nur wenige Schritte. Individuell entstehen solche Gefühle aus Erfahrungen in der Kindheit oder Jugend. Wer gelernt hat, Liebe oder Anerkennung seien knapp – entweder durch Verlust oder durch Bloßstellung - entwickelt leicht das Gefühl, immer zu kurz zu kommen. Welche Wirkung kann man erwarten? Auf den ersten Blick mag Neid eine treibende Kraft sein, ein Motor dafür, mehr erreichen zu wollen. Doch langfristig sind all diese Emotionen äusserst anstrengend für einen selbst und wirken sich destruktiv aus: Sie vergiften Beziehungen oder verhindern, dass man welche aufbaut, weil man anderen nichts gönnt. Sie sind förderlich dafür, dass man sich in eine systematisch ausgespielte Opferrolle hinein entwickelt. Sie blockieren unsere Kreativität, weil unser Blick ständig nach außen gerichtet ist. Sie verhindern Dankbarkeit und damit Zufriedenheit und Gelassenheit. Sie halten uns davon ab, unser eigenes Potenzial zu entfalten, weil wir in der selbstgestrickten Konkurrenzspirale gefangen sind. Die Unfähigkeit, das eigene Verhalten zu reflektieren führt dazu, dass man oft kontraproduktive Entscheidungen für sich trifft, was die Unzufriedenheit noch steigert. Statt die eigene innere Stimme zu hören, vergleichen wir uns dauernd und verlieren dabei unsere Einzigartigkeit. Was setzen wir dem entgegen? Ganz beseitigen lassen sich diese Emotionen wohl nicht. Sie gehören zum Menschsein. Ihrem kalten Gift können wir aber Wärme, Mitgefühl, Dankbarkeit, Selbstliebe und Großzügigkeit entgegensetzen. Es braucht dazu die Fähigkeit, etwas zu gönnen; den Willen, ständige Vergleiche aus dem Repertoire zu streichen; Vertrauen in sich selbst und in andere aufzubauen; aber vor allem Mut, eigene Ziele zu definieren. Das erreicht man nicht einfach so. Es gehört dazu, es ehrlich zu wollen, bewusst zu entscheiden und sich mit aller Kraft und Überzeugung in den Prozess der Verhaltensänderung einzulassen – wohlwissend, dass es ein Marathon und kein Sprint wird. Am Ende geht es darum, Verantwortung für das eigene Innenleben zu übernehmen. Denn solange wir im Bann solcher Emotionen leben, bleiben wir Gefangene unserer eigenen Frustrationen. Erst wenn wir erkennen: Ich bin genug – so wie ich bin, mit meinen Stärken und Schwächen, befreien wir uns aus diesem Käfig.